Mindesthaltbarkeitsdatum: Alles, was du wissen musst

Auf abgepackten Lebensmitteln ist es immer zu finden: das Mindesthaltbarkeitsdatum. Aber was genau steckt hinter dieser Angabe und wie ist sie zu interpretieren? Hier findest du die Antworten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?

“mindestens haltbar bis…”, dieser Aufdruck muss in Deutschland auf allen verpackten Lebensmitteln zu finden sein. Das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein Qualitätsversprechen des Herstellers: Bis zu diesem Datum behält das Produkt seine Eigenschaften. Das heißt, dass es bis zu diesem Zeitpunkt garantiert den gleichen Geruch, Geschmack und die Nährwerte hat wie zu einem früheren Datum. Voraussetzung dafür ist eine angemessene Lagerung. So kann zum Beispiel ein Joghurt bereits vor seinem Mindesthaltbarkeitsdatum verderben, wenn er nicht ausreichend gekühlt wird.

Lebensmittel mit und ohne Mindesthaltbarkeitsdatum

Fast alle verpackten Lebensmittel müssen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. Die wenigen Ausnahmen werden in der sogenannten EU-Lebensmittel-Informationsverordnung geregelt. Sie sind damit in der gesamten EU einheitlich [1]. Kein Mindesthaltbarkeitsdatum brauchen [2]:

  • Frisches Obst und Gemüse, einschließlich Kartoffeln – Ausnahme: Produkt wurde verarbeitet, das heißt geschält/geschnitten oder anders verarbeitet
  • Getränke mit einem Alkoholgehalt ab 10 Prozent sowie Wein und ähnliche Getränke
  • Frische Backwaren, die in der Regel innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden
  • Essig
  • Speisesalz
  • Fester Zucker
  • Süßigkeiten, die ausschließlich aus Zucker, Aroma- und Farbstoffen bestehen
  • Kaugummi und Kaubonbons

Individuelle Adipositas-Therapie

DE-zan-web-240208-03

DE-zan-web-240208-03

Wie wird das Mindesthaltbarkeitsdatum festgelegt?

Die Pflicht für das Mindesthaltbarkeitsdatum ist gesetzlich geregelt. Wie lange einzelne Produkte haltbar sind, entscheiden jedoch die Hersteller. Grundlage dafür sollte sein, wie lange das jeweilige Lebensmittel bei der richtigen Lagerung noch sicher essbar ist. Um das zu bestimmen, führen Hersteller spezielle Studien durch, in dem sie die Lagerfähigkeit ihrer Produkte untersuchen. Letztendlich kalkulieren sie bei der Berechnung des Mindesthaltbarkeitsdatums allerdings noch übliche Fehler, wie eine nicht durchgehende Kühlung, ein. Deswegen sind die meisten Lebensmittel problemlos über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar.

Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums hängt auch davon ab, wie lange das jeweilige Lebensmittel haltbar ist:

  • Weniger als 3 Monate: Angabe mit Tag und Monat
  • 3 bis 18 Monate: Angabe mit Monat und Jahr
  • Mehr als 18 Monate: Angabe des Jahrs

Erfolgsgeschichten

Mehr als 30.000 Menschen haben bereits zanadio genutzt. Hier berichten Nutzer:innen, wie sie erfolgreich abgenommen haben und sich ihr Leben dank zanadio verändert hat.

DE-zan-web-240208-04

Unterschied MHD und Verbrauchsdatum

Leicht verderbliche Lebensmittel werden nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern mit einem Verbrauchsdatum ausgezeichnet. Es stellt den letzten Tag dar, an dem sie noch verkauft und verzehrt werden dürfen. Mit einem Verbrauchsdatum versehen sind zum Beispiel abgepacktes Fleisch oder frischer Fisch. Auf ihnen können sich Keime besonders schnell vermehren. Daher stellt ihr Verzehr nach Ablauf des Verbrauchsdatums ein gesundheitliches Risiko dar. Sie sollten daher immer entsorgt werden, wenn das Verbrauchsdatum überschritten ist.

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen – und jetzt?

Anders als beim Verbrauchsdatum sind viele Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch problemlos genießbar. Grund dafür ist einerseits der zeitliche Puffer, den viele Hersteller einplanen. Andererseits wird für den Handel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum getrickst: Damit Kund:innen zwischen verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten wählen und dadurch immer zum “frischesten Produkt” greifen können, werden Chargen teilweise mit unterschiedlichen Angaben versehen, obwohl sie gleich lange haltbar sind. Die vordatierten Lebensmittel sind noch problemlos über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar. [3]

Wenn du zu Hause Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum entdeckst, müssen diese nicht zwangsläufig im Müll landen. Gerade wenn die Verpackung noch nicht geöffnet und das MHD nur um wenige Tage überschritten ist, sind die meisten Produkte nach wie vor genießbar. Am besten prüfst du mit deinen Sinnen, ob alles so ist, wie es sein sollte:

  • Riecht das Lebensmittel noch gut? Oder nimmst du saure oder faulige Aromen wahr?
  • Hat das Produkt noch die richtige Farbe? Fallen dir Verfärbungen oder sogar Schimmel auf?
  • Schmeckt das Produkt wie gewohnt? Probiere, falls du unsicher bist, immer nur eine kleine Menge

Sieht das Produkt noch gut aus und besteht sowohl den Geruchs- als auch den Geschmackstest, kannst du es in der Regel problemlos genießen. Vor allem lange haltbare Lebensmittel wie Konserven, Nudeln und Reis oder Tiefkühlprodukte sind oft noch Monate nach ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum gut.

Sichere Lebensmittel dank Mindesthaltbarkeitsdatum und richtiger Lagerung

Im besten Fall sorgt das Mindesthaltbarkeitsdatum dafür, dass du ausschließlich leckere und sichere Lebensmittel erhältst. Trotzdem solltest du niemals blind auf das angegebene Datum vertrauen. Denn in seltenen Fällen können abgepackte Lebensmittel auch bereits vor Ablauf des MHD verderben. Das passiert zum Beispiel, wenn sie nicht richtig gelagert werden.

Deswegen findest du auf den meisten Verpackungen direkt neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum auch Hinweise zur Lagerung, zum Beispiel “trocken”, “dunkel” oder eine bestimmte Temperatur. Das MHD ist so konzipiert, dass es sich ausschließlich auf Produkte, die unter den angegebenen Lagerbedingungen aufbewahrt werden, bezieht. Werden Lebensmittel zu warm oder feucht gelagert, verderben sie schneller. Daher ist es sinnvoll, auch bei Produkten, die ihr MHD noch nicht überschritten haben, immer wachsam zu sein.

Außerdem solltest du beachten, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nur so lange gilt, bis die Verpackung geöffnet wird. Denn dann können Bakterien schneller ins Innere gelangen und sich dort vermehren. Die meisten verpackten Lebensmittel sind daher mit einem Hinweis gekennzeichnet, wie sie am besten nach dem Öffnen aufzubewahren und wie lange sie dann noch haltbar sind.

Dürfen Läden Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum verkaufen?

Anders als die meisten Menschen denken, dürfen Supermärkte und andere Geschäfte Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum weiterhin verkaufen. Sie müssen lediglich sicherstellen, dass die Ware nach wie vor einwandfrei genießbar ist. Denn nach Ablauf des MHDs haftet nicht mehr der Hersteller, sondern die Verantwortung geht auf den Verkäufer oder die Verkäuferin über. Nicht zuletzt müssen Kund:innen gut sichtbar darauf hingewiesen werden, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten ist.

Die meisten Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte sehen in der zusätzlichen Kontrolle einen zu großen Aufwand. Deswegen verkaufen sie Produkte kurz vor Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums reduziert ab. Mit Erreichen des MHDs werden sie dann entsorgt. Es gibt aber auch einige Firmen und Organisationen, die sich gegen diese Lebensmittelverschwendung einsetzen und gezielt Produkte mit abgelaufenem MHD retten und günstig verkaufen. Nach einer sorgfältigen Kontrolle dürfen sie diese sogar neu verpacken und mit einem erweiterten Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. So bekommen lange haltbare Lebensmittel eine neue Chance.

Die Zukunft des Mindesthaltbarkeitsdatums

In den letzten Jahren gab es bereits einige Debatten bezüglich des Mindesthaltbarkeitsdatums für einige verpackte Lebensmittel. Denn Fachverbände befürchten, dass die Angabe falsch verstanden wird und daher viele Produkte im Müll landen, obwohl sie noch gut sind. Daher wird derzeit unter anderem die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums für lange haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Tee oder Konserven diskutiert. Auch Vorschläge für eine neue Formulierung gibt es. Angaben wie “schmeckt am besten bis mindestens” sollen stärker darauf hinweisen, dass die meisten Lebensmittel auch nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch problemlos genießbar sind.

Auch interessant

Anna-Kristin Steiner

Kartoffeln beim Abnehmen

Sind Kartoffeln ein geeignetes Lebensmittel zum Abnehmen? Wie viele Kalorien haben sie und welche Nährstoffe sind enthalten? Erfahre mehr über Kartoffeln und wie sie das Abnehmen unterstützen können.

Weiterlesen »
Päckchen Quark mit einem Löffel
zanadioRomina Zimmermann

Wie viel Protein am Tag braucht der Mensch?

Eiweiß (auch Protein genannt) gehört zu den drei Makronährstoffen, aus denen unsere Nahrung aufgebaut ist. Im Körper spielen Proteine eine wichtige Rolle für den Aufbau von Zellen und Muskeln. In diesem Artikel erfährst du, wie viel Protein der Körper braucht und welche Rolle es beim Abnehmen spielt.

Weiterlesen »
Jojo mit Waage
Maja BielAnna Gellert

Ohne Jojo-Effekt abnehmen

Wenn das Gewicht nach dem Abnehmen wieder steigt – bis zum Ausgangsgewicht oder sogar über das ursprüngliche Gewicht hinaus – spricht man vom Jojo-Effekt. Mit der richtigen Methode und diesen Tipps vermeidest du den gefürchteten Jojo-Effekt.

Weiterlesen »
Operation
Mirja TiedemannAnna Gellert

Der Schlauchmagen

Welche Voraussetzungen für eine Schlauchmagen-OP erfüllt sein müssen, wann sie sinnvoll ist und wann die Kosten für die Operation von der Krankenkasse übernommen werden, erfährst du in diesem Artikel.

Weiterlesen »

DE-zan-web-240208-02

Kostenlose Adipositas-Therapie

DE-zan-web-240208-06

DE-zan-web-240208-06

Rezept-Code

BMI-Rechner

Deine Größe

Dein Gewicht

✔ Du kannst zanadio kostenlos auf Rezept erhalten.