Die Probleme typischer Diäten – warum Abnehmen meist scheitert

99% der Diäten scheitern. Warum ist das so und was kannst du daraus lernen, um erfolgreich abzunehmen? Das erfährst du hier.
Mann mit Adipositas
Foto: adobe/motortion

Aktuellen Schätzungen zufolge sind ca. 23 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland adipös – Tendenz steigend. Beim Kampf gegen das Übergewicht fühlen sich Betroffene oft alleingelassen und auch herkömmliche Diäten bieten wenig Hilfe. Denn die meisten Ernährungsprogramme haben einen entscheidenden „Baufehler“: Sie sind dazu gemacht, dass du kurzfristig abnimmst, können dir aber nicht helfen, langfristig dein Wunschgewicht zu halten.

Diäten sind wie ein kurzer Sprint. Sie kommen am Anfang schnell vorwärts, aber nach wenigen Metern geht ihnen die Puste aus und das Ziel wird nicht erreicht. Längerfristige Gewichtsreduktion ist eine Art Marathon: Sie braucht Zeit und nachhaltige Strategien. Was das Problem mit typischen Diäten ist und was du dagegen tun kannst, schauen wir uns in diesem Artikel an.

Warum funktionieren Diäten nicht?

Eine britische Studie von 2015 zeigt, wie ineffektiv die klassischen Abnehmprogramme sind:

  • Bei Frauen mit Übergewicht schaffte es nur eine von 124, ihr Wunschgewicht zu erreichen.
  • Bei Männern sieht die Lage noch schlechter aus. Einer von 200 war in der Lage, sein Gewicht soweit zu reduzieren, dass er als normalgewichtig galt. (Quelle)
  • Je höher das Übergewicht, desto niedriger war die Wahrscheinlichkeit, dass die untersuchten Personen abnehmen konnten.
  • Ein anderer Bericht zeigt auf, dass 41 % der Menschen, die eine Diät anfangen, nach einigen Jahren mehr wiegen als vorher.
  • Selbst das berühmte Weight Watchers Programm ist nur selten erfolgreich. (Quelle)

Doch was genau macht Diäten so ineffektiv?

1. Dauerhaftes Abnehmen funktioniert nicht mit kurzfristigen Zielen

„Wenn es eine schnelle Lösung gäbe, wären wir alle schlank. Wenn das Abnehmen dauerhaft sein soll, braucht es eine dauerhafte Veränderung der Lebensweise.“ Das sind die Worte von Yoni Freedhoof, medizinischer Direktor des Bariatric Medical Institute und einer der angesehensten Adipositas-Experten in Kanada. (Quelle)

Er ist der Meinung, dass die meisten Diäten dich nicht darauf vorbereiten, langfristig das Wunschgewicht zu erhalten – sie sind nur für eine kurze Phase der Gewichtsreduktion angelegt. Die Diät verlangt von dir, ganze Lebensmittelgruppen aus deinem Alltag zu streichen oder dir wird gesagt, dass du nur noch fertig abgepackte Diätmahlzeiten essen darfst.

Kurzfristig kann das funktionieren. Aber ist es realistisch, langfristig auf Kohlenhydrate, Fett, Obst oder Salz zu verzichten? Und will man das überhaupt? Ganze Nahrungskategorien zu streichen, ist keine nachhaltige Lösung. Besser ist ein Abnehmcoaching, in dem dir gezeigt wird, welche Lebensmittel in welcher Kategorie die gesündeste Option für dich sind… und dir auch schmecken! Egal, ob du zuhause kochst oder auswärts isst. Letztendlich ist das Ziel, eine gesunde Lebensweise zu formen und nicht unter Qualen ein kurzfristiges Ziel zu erreichen, das anschließend wieder in die Ferne rückt. Und das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt:

2. Diäten formen keine Gewohnheiten, sondern basieren auf Willenskraft

Diäten sind mit einem mentalen Kraftakt verbunden. Sie verlangen von dir, dass du verzichtest, dich beherrschst und allen Verlockungen widerstehst. Und das kostet Willenskraft. Das Problem damit ist: Wie jeder Muskel hat auch die Willenskraft eine Belastungsgrenze. Wenn du Tag für Tag damit beschäftigt bist, Versuchungen zu widerstehen, dann ist die Willenskraft irgendwann erschöpft. Und das Heimtückische ist: Sobald dieser Fall eintritt, arbeiten Gewohnheiten und Automatismen gegen dich und erschweren das Abnehmen. Aus der Psychologie wissen wir, dass die meisten Entscheidungen emotional getroffen werden. Der Verstand gibt der emotionalen Entscheidung eine rationale Begründung und wir haben das Gefühl, als wäre alles wohl überlegt gewesen.

Zum Beispiel bist du dann eines Tages im Laden, hast seit Wochen keine Schokolade mehr gegessen und plötzlich sagt dir die innere Stimme: „Das wäre ja nur heute… Schokolade soll ja auch glücklich machen und so ungesund ist sie ja gar nicht…“ Und damit beginnt die Diät in sich zusammenzufallen. Was ist die Alternative? Langfristige Gewohnheiten. Gewohnheiten sind Routinen, die jeden Tag automatisch wiederholt werden, ohne dass sie mit enormer Willenskraft verbunden sind. Nur durch gesunde Gewohnheiten wird Abnehmen zu einem nachhaltigen Prozess.

3. Abnehmen funktioniert nicht als leidvolle Erfahrung

Einen anderen Hauptgrund, warum die meisten Abnehmprogramme scheitern, sieht Yoni Freedhoof darin, dass sie schlicht und ergreifend zu leidvoll sind. In seinen Diät Coachings erlebt er, dass diese Programme viele Freuden des Alltags rauben. Die Teilnehmer plagt Hunger und das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln. Das Sozialleben leidet, weil man plötzlich nicht mehr essen gehen kann oder auf Familienfeiern die selbstgemachten Köstlichkeiten ablehnen muss. Dazu kommt noch, dass viele dieser Programme keine wissenschaftliche Basis haben. Sie sind Schablonenlösungen ohne Fundament.

Dabei ist es gerade bei der Ernährung sehr wichtig, dass man durch Expert:innen beraten wird und nicht durch einen Laien. Denn Ernährung ist eine individuelle Angelegenheit, die an die jeweilige Lebensweise und die jeweiligen Ziele angepasst werden musst. Dafür braucht es einen Abnehmcoach, der diese Bedürfnisse kennt und weiß, wie er an den richtigen Stellschrauben dreht.

Adipöse Frau in der Küche
Foto: adobe/shurkin_son

Warum ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend ist

Wir wissen jetzt, was nicht funktioniert. Doch wie sieht ein Abnehmprogramm aus, mit dem du Erfolg hast? Die Forschung zeigt immer deutlicher: Es braucht einen ganzheitlichen Ansatz, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Dabei sollten individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden, um neue, gesunde Gewohnheiten zu formen. Dieser Ansatz ist keine Diät, sondern eine Umstellung der Lebensweise. Nicht der Verzicht steht im Vordergrund, sondern der Spaß daran, neue Gerichte und Lebensmittel zu entdecken. Programme, die nachweislich funktionieren, umfassen nicht nur Ernährungskonzepte, sondern verändern nachhaltig das Verhalten und helfen den Teilnehmern, regelmäßige sportliche Betätigung in den Alltag zu integrieren. Sie sind in der Wissenschaft verankert und werden durch ausgebildete Coaches angeleitet.

Hier eine Übersicht von Programmen die diesen Anforderungen entsprechen:

Auch Adipositaszentren und Ernährungsmediziner bieten häufig eine gute Betreuung mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Niedergelassene Ernährungsmediziner mit Schwerpunkt Adipositas:

Allerdings haben diese Programme auch einen Haken: Sie erfordern Anwesenheit vor Ort und sind zeitaufwändig. Zudem ist der Preis für eine solche ganzheitliche Beratung hoch.

Unsere Lösung

Unser Abnehmprogramm zanadio basiert auf der etablierten konservativen Adipositas-Therapie und setzt diese digital um. Die App ist Ende Oktober 2020 als Digitale Gesundheitsanwendung in die Liste des BfArM aufgenommen worden und die Kosten werden bei ärztlicher Verschreibung bzw. bereits vorliegender entsprechender Diagnose von allen gesetzlichen Krankenkassen zu 100 % übernommen.

zanadio - Die neue digitale Adipositas-Therapie

Bluthochdruck bei Übergewicht

Bluthochdruck ist eine typische Folgeerkrankung von Übergewicht. Die gute Nachricht: Der Blutdruck sinkt meist mit einer Gewichtsabnahme – hier kommt es auch auf die passende Ernährung an.

Waage zeigt über 120kg

Folgeerkrankungen von Adipositas

Menschen mit Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für eine Reihe von Krankheiten. Vor allem das vermehrte Bauchfett verändert den Stoffwechsel so, dass über kurz oder lang Folgeerkrankungen entstehen.

BMI-Rechner

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein Maß, um das Körpergewicht einzuordnen. Mit unserem BMI Rechner kannst du deinen Body-Mass-Index berechnen und so herausfinden, ob eine Adipositas besteht.