Versuchungen im Alltag widerstehen

Die heutige Umwelt macht es uns nicht gerade leicht, so zu essen, dass wir gesund bleiben und unser Gewicht halten. Um den Versuchungen des Alltags zu widerstehen, müssen sie dir bewusst sein. Lies hier, wo diese Versuchungen lauern und wie du mit ihnen umgehen kannst.
An assortment of colourful, festive sweets, ice-cream and candy in a panoramic orientation.
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Döner-Läden an jeder Ecke, Bäckereien, die Vanille-Aromen verströmen, XXL-Menüs und Familienpackungen – unsere Umgebung wimmelt nur so von Verlockungen. Hinzu kommen Stress, Leistungsdruck und der Wunsch danach, abzuschalten und zu entspannen. In der modernen westlichen Welt abzunehmen, ist nicht einfach, aber möglich. Was dabei hilft: Die richtige Strategie und professionelle Unterstützung beim Abnehmen.

Versuchungen lauern überall

Ob in Supermärkten, beim Ausgehen mit Freunden oder dem Einkaufsbummel in der Stadt – überall lauern Versuchungen in Form von Leckereien und Köstlichkeiten. Auch, wenn wir nicht hungrig sind, bekommen wir Lust zu essen. Kein Wunder, denn diese appetitanregenden Angebote sind so konzipiert, dass es schwerfällt, zu widerstehen: verlockende Düfte, cleveres Marketing und die passende Kaufatmosphäre.

Wenn du abnehmen willst, ist es wichtig, sich dieser Tatsache bewusst zu werden: Weder die Lebensmittelindustrie, noch Bäckereien, Restaurants und Cafés werden dir dabei helfen, Gewicht zu verlieren. Im Gegenteil: Ziel der Anbieter ist es, dass wir möglichst viel und möglichst oft essen. Klar, denn damit verdienen sie ihr Geld.

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Portionen und Packungen werden immer größer

Die Portionsgrößen, sowohl in der Gastronomie als auch im Supermarkt, sind in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Übergewichtszahlen immer weiter steigen. Was einleuchtend klingt, konnten Forscher in verschiedenen Studien als „Portionsgrößen-Effekt“ belegen: Wir essen mehr, wenn die Portion, die Lebensmittelpackung und auch der Teller größer sind. Das heißt eine XXL-Schokolade oder Chips-Packung verputzen wir ebenso wie eine in „normaler“ Größe. Und: Wir gewöhnen uns schnell an die XXL-Portionen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Supersize-Softdrinks sämtlicher Fast-Food-Ketten. Die Forscher berechneten: Wenn Konsumenten nicht mehr zu den großen Packungen und Portionen greifen, würde sich die tägliche Kalorienmenge britischer Erwachsener um 12 bis 16 Prozent verringern – die von US-Amerikanern sogar um 22 bis 29 Prozent. (Quelle)

Portionen und Packungen werden immer größer
Foto: Kenishirotie/adobe

Versuchungen aufspüren und reduzieren

1. Reizreduktion

Um beim Abnehmen nicht das Gefühl zu haben, ständig verzichten zu müssen oder nach dem Essen von einem schlechten Gewissen geplagt zu werden, sind gezielte Strategien und ein nachhaltiges Verhaltenstraining hilfreich. Das Genusstraining etwa ist dabei genauso wichtig, wie zu lernen, nein zu sagen. Beim Thema Essen sind klare Entscheidungen wichtig, denn nichts ist kontraproduktiver, als ein schlechtes Gewissen oder das Gefühl von Verzicht. Zunächst einmal hilft es, schwierigen Situationen mit vielen Versuchungen aus dem Weg zu gehen. Verhaltenstherapeut:innen sprechen hier von Reizreduktion.

2. Flexible Kontrolle

Langfristig ist die sogenannte flexible Kontrolle ein wichtiges Instrument. Wer sich flexibel kontrollieren kann, kann sein Essverhalten besser steuern. Im Gegensatz zur rigiden Kontrolle, bei der es strikte Verbote und Regeln gibt, kannst du hier auch während der Gewichtsreduktion hin und wieder, also „flexibel“, zu deinen Lieblingsspeisen greifen. Das heißt, du entscheidest bewusst, was du isst und hast dabei auch immer im Blick, dass du abnehmen willst. Bei der flexiblen Kontrolle steht Genuss statt Verzicht im Vordergrund und es gilt ganz klar: Übung macht den Meister. Langfristig stärkt die flexible Kontrolle dein Selbstvertrauen und hilft dabei, das Gewicht zu halten.

Eine Frage der Organisation und Gewohnheit

Während die meisten Menschen das Gefühl haben, beim Abnehmen gehe es in erster Linie um Disziplin, ist eine erfolgreiche Gewichtsreduktion viel mehr eine Frage der Organisation und des Gewohnheitstrainings. Die Organisation der Mahlzeiten ist eine Übungssache und auch wenn sie zunächst etwas holprig verläuft, klappt es mit der Zeit immer besser, das eigene Essen zu organisieren und bewusst zu entscheiden, was auf den Teller kommt. Entscheidend ist hier, am Ball zu bleiben. Wenn du Verhaltensweisen ständig wiederholst, entstehen daraus irgendwann Routinen. Britische Forscher untersuchten in einer Studie, wie lange es dauert, eine neue Essgewohnheit zu etablieren. Ihr Ergebnis: Nach durchschnittlich 66 Tagen wird eine neue Verhaltensweise zur Gewohnheit. (Quelle)

Zusammengefasst

In unserer Umwelt lauern überall Verlockungen. Das Ziel von Lebensmittelindustrie und Gastronomie ist es, dass wir zuschlagen. Was einleuchtend klingt, konnten Studien belegen: Bei größeren Portionen und Packungen essen wir mehr. Wenn wir dagegen kleinere Portionen wählen, reduziert sich automatisch die konsumierte Nahrungsmenge. Bei der flexiblen Kontrolle steht nicht der Verzicht, sondern der bewusste Genuss im Vordergrund. Abnehmen hat vielmehr mit Organisation als mit Disziplin zu tun.

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