Übergewicht und Krebsrisiko 

Übergewicht kann zur Entstehung einer Krebserkrankung beitragen. Forschungen zeigen, dass das Wachstum von bestimmten Krebszellen durch eine bestehende Adipositas beeinflusst wird. Welche Hormone beteiligt sind und welche Krebsarten gehäuft auftreten – in diesem Artikel erfährst du es. 

Inhaltsverzeichnis

Krebs und Adipositas: Wie das Gewicht die Entstehung beeinflusst 

Adipositas kann das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen grundsätzlich erhöhen. Neben einem erhöhten Risiko an Diabetes zu erkranken, können zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) soll Übergewicht in Deutschland jedes Jahr verantwortlich für die Krebserkrankung von rund 30.000 Menschen sein [1]. Schon länger wird ein Zusammenhang zwischen Krebs und Adipositas vermutet und durch Forschungen auch immer wieder bestätigt. Unter anderem wird der Rolle des Bauchfetts (viszerales Fettgewebe) eine wichtige Rolle zugesprochen. 

Im Bauchfett werden vermehrt Stoffe gebildet, die Entzündungsreaktionen in unserem Körper verursachen können [2]. Diese sollen entscheidend dazu beitragen, dass Krebszellen im Körper entstehen und wachsen. Aber auch andere hormonelle Veränderungen, etwa bei Frauen nach der Menopause, können Einfluss auf die Entstehung von Entzündungen im Körper nehmen. 

Individuelle Adipositas-Therapie

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Welche Krebsarten treten bei Adipositas häufiger auf? 

Generell konnte in den letzten Jahrzehnten ein Anstieg von Menschen mit Adipositas bei zeitgleichem Anstieg von Krebserkrankungen beobachtet werden [3]. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Krebs und einem höheren BMI weiter erforscht wird, gibt es bereits viele Ergebnisse dazu, welche Krebsarten häufiger mit Adipositas assoziiert werden. Die Metaanalyse mehrerer Studien zeigt, für welche Krebsarten das Risiko bei Übergewicht generell erhöht ist. Ein Überblick [4]: 

  • Gebärmutterkrebs 
  • Speiseröhrenkrebs
  • Magenkrebs
  • Leberkrebs
  • Nierenkrebs 
  • Multiple Myelom (Blutkrebs)
  • Meningioma (Hirntumor)
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Dickdarm- und Mastdarmkrebs
  • Gallenblasenkrebs
  • Brustkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Schilddrüsenkrebs 

Das Risiko für Magen-, Leber- und Nierenkrebs ist Forschungen nach bei Menschen mit Adipositas um 50 Prozent erhöht [5]. Wie stark Übergewicht das Risiko für eine bestimmte Krebsart beeinflusst, ist unterschiedlich. Das hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählt etwa der Grad einer Adipositas. Grundsätzlich wird angenommen, dass das Risiko mit zunehmendem Übergewicht wächst. 

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Wie wird das Krebsrisiko einer Person bestimmt? 

Um das Krebsrisiko einer Person zu bestimmen, werden mehrere Faktoren herangezogen. Es wird angenommen, dass bei der Entstehung von Krebs sowohl Alter, Geschlecht und Genetik als auch äußere Einflüsse eine Rolle spielen. So konnte zum Beispiel erforscht werden, dass sowohl Alkoholkonsum und Rauchen als auch eine einseitige, ungesunde Ernährung sowie Übergewicht das Krebsrisiko grundsätzlich erhöhen können. [6

Tritt Krebs in der Familie gehäuft auf, kann auch ein Gentest Aufschluss darüber geben, ob es sich um eine erblich bedingte Tumorerkrankung handelt. Bei bestehendem Verdacht werden die Kosten für den Test von den Krankenkassen übernommen. Auf diese Weise kann das Krebsrisiko einer Person besser eingeschätzt werden. 

Um dein individuelles Risiko für die Entstehung von Krebs abzuwägen, berücksichtige alle relevanten Einflussfaktoren und lass dich ärztlich beraten. Sowohl eine erbliche Vorbelastung, als auch externe Risikofaktoren, wie der eigene Lebensstil, spielen eine Rolle.

Krebsrisiko: Unterschiede bei Frauen und Männern

Wie das DKFZ angibt, sollen Krebserkrankungen in etwa fünf Prozent aller Fälle in Deutschland bei Frauen auf ihr Übergewicht zurückzuführen sein. Bei Männern sind es ungefähr drei Prozent [7]. Ob übergewichtig oder nicht: Es gibt einige Unterschiede in Bezug auf das Krebsrisiko, die sich auf das biologische Geschlecht einer Person beziehen. 

Weltweit bekommen 20 % mehr Männer als Frauen die Diagnose Krebs [8]. Auch wenn die genauen Ursachen weiter erforscht werden müssen, werden in diesem Zusammenhang oft Einflussfaktoren genannt, die auf den generellen Lebensstil zurückzuführen sind. Hierzu gehören beispielsweise der Konsum von Alkohol und Tabak, aber auch Bewegungsmangel und ungünstige Ernährungsgewohnheiten. 

Ein Risikofaktor für spezielle Krebsarten, etwa Brustkrebs, macht ebenfalls geschlechtsspezifische Unterschiede deutlich. So erkranken Frauen deutlich häufiger an dieser Krebsart, weil sie üblicherweise mehr Östrogene produzieren. Die sogenannten weiblichen Geschlechtshormone können das Wachstum von Krebszellen begünstigen. 

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Welche Hormone sind bei der Entstehung von Krebs beteiligt?

Leptin ist ein von unserem Fettgewebe produziertes Hormon, welches dazu beitragen kann, Krebswachstum zu fördern. Untersuchungen zeigen, dass ein zu hoher Leptinspiegel, wie er bei Adipositas auftritt, ein Risiko für Krebs darstellt. Patientinnen mit Brustkrebs und Übergewicht haben ein höheres Risiko, an den Folgen ihrer Erkrankung zu versterben. [9

Gut zu wissen: Grundsätzlich ist Leptin dafür zuständig, unserem Gehirn zu signalisieren, dass wir nach dem Essen satt sind. Doch bei Menschen mit Adipositas kann es zu einer sogenannten Leptinresistenz kommen. Das bedeutet: Wir spüren nicht, wann wir satt sind. Infolgedessen haben wir weiterhin Hunger – obwohl wir ausreichend Nahrung aufgenommen haben. 

Neben Leptin spielen Geschlechtshormone eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs. Vor allem bei Brust- und Prostatakrebs ist das Tumorwachstum entscheidend von diesen Hormonen abhängig. Während bei betroffenen Frauen vor allem Östrogene verantwortlich für einen Krebs sein können, sind Männer mit Prostatakrebs von einem Krebswachstum durch den Einfluss von Androgenen (vor allem Testosteron) betroffen. 

Abnehmen, um das Krebsrisiko zu senken

Forschungen, an denen unter anderem das DKFZ beteiligt ist, legen nahe, dass bereits ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent das Krebsrisiko senken kann [10]. Die Ergebnisse unterstreichen die allgemeine Annahme, dass eine Veränderung des Lebensstils die Gesundheit schützt und fördert. Wer seine Ernährung umstellt, auf den Konsum von Alkohol und Zigaretten verzichtet und seinen Alltagsstress reduziert, kann generell profitieren. 

Wenn du abnehmen möchtest, um dein Krebsrisiko zu senken, solltest du deshalb auf ganzheitliche Maßnahmen setzen. Statt einer radikalen Diät empfiehlt sich grundsätzlich eine langfristige Ernährungsumstellung. So nimmst du ab, ohne dich anderen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. 

Auch kleine Veränderungen, die zum Beispiel mehr Bewegung in den Alltag bringen, tragen zur Gewichtsreduktion und einem gesünderen Lebensstil bei. Ob häufiger das Fahrrad nehmen, ein sportliches Hobby oder ein täglicher Spaziergang – alles kann helfen. Verzichte zudem möglichst auf gesundheitsschädliche Konsummittel wie Nikotin und Alkohol, um dich besser zu schützen. 

Tipp: Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung werden unter bestimmten Bedingungen von der Krankenkasse erstattet. Bereits ab 20 Jahren können Frauen beispielsweise eine Genitaluntersuchung in Anspruch nehmen. Ab 30 Jahren ist zudem eine jährliche Untersuchung der Brust möglich. Informiere dich deshalb gut über deine Möglichkeiten, um eine Krebsfrüherkennung zu beanspruchen. Zudem ist es wichtig, regelmäßig zum generellen Gesundheits-Check-up zu gehen, um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen.

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Gut zu wissen: Wie entstehen Krebszellen eigentlich?

Verantwortlich für die Entstehung von Krebs sind Zellen, die sich kontinuierlich im Körper vermehren, ohne dass eine Regulation stattfindet. Ein solches unkontrolliertes Zellwachstum im Körper kann dazu führen, dass mindestens eine von mehr als 300 Krebsarten, die bisher bekannt sind, entsteht. So bilden sich Knoten im Körper, bösartige Tumore, die sich mit der Zeit weiter in unserem Gewebe ausbreiten und im schlimmsten Fall zu Metastasen führen. 

Damit solche Krebszellen überhaupt im Körper wachsen können, müssen zumeist mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. Während wir auf einige Faktoren eigenständig Einfluss nehmen können, ist dies bei anderen nicht möglich. Unsere Ernährung sowie unsere Gewohnheiten in Bezug auf unseren Lebensstil sind zum Beispiel gut beeinflussbar. Genetische, erbliche Einflussfaktoren und dass jeder Mensch auf natürliche Weise altern wird, können wir hingegen nicht steuern. 

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