Sodbrennen durch Übergewicht

Tritt Sodbrennen häufiger als einmal pro Woche auf, könnte die Ursache eine Refluxkrankheit sein. Diese wird u. a. durch Übergewicht begünstigt. Hier erfährst du mehr.

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Was ist Sodbrennen?

Bei Sodbrennen handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom: Der Begriff steht für einen scharfen und meist brennenden Schmerz, der aus dem Bauch heraus in Richtung Hals aufsteigt. Er folgt dem Verlauf der Speiseröhre (Ösophagus) hinter dem Brustbein. Da die Speiseröhre nahe des Herzens verläuft, denkt man schnell, dass die Schmerzen von dort kommen. Deswegen hat sich im Englischen der Begriff “Heartburn”, also Herzbrennen, etabliert. Mediziner:innen bezeichnen Sodbrennen als Ösophagitis. [1]

Was ist der Grund für Sodbrennen?

Normalerweise ist der Magen über den Pförtnermuskel fest verschlossen. Dieser öffnet sich nur dann, wenn Flüssigkeit oder zerkaute Speisen aus dem Mund über die Speiseröhre am Magen ankommen. Sofort, nachdem alles in den Magen gelangt ist, schließt er sich wieder. Das ist wichtig, damit der mit der ätzenden Magensäure vermischte Speisebrei nicht wieder in die empfindliche Speiseröhre gelangen kann. Wenn das doch passiert, äußert sich das in Form von Sodbrennen und saurem Aufstoßen. [2]

Der Magen ist äußerst dehnbar und kann sich der Essensmenge gut anpassen. Nach einer besonders üppigen Mahlzeit mit vielen Getränken kann er aber manchmal nicht mithalten. Ist der Bauchraum zusätzlich eingeengt, zum Beispiel durch einen engen Gürtel oder Hosenbund, entsteht manchmal mehr Druck als der Magenpförtner aushält. Dann gelangt etwas Speisebrei zurück in die Speiseröhre und sorgt dort für Sodbrennen. [2]

Tritt es regelmäßig auf, ist Sodbrennen ein deutliches Anzeichen für eine sogenannte gastroösophageale Refluxerkrankung, kurz GERD. Das heißt, dass der Verschlussmechanismus des Magens nicht mehr richtig funktioniert und deswegen immer wieder Speisebrei zurück in die Speiseröhre gelangt. Manchmal ist ein Zwerchfellbruch die Ursache. Diese Muskelplatte trennt den Brust- vom Bauchraum und unterstützt den Verschluss des Magens. In anderen Fällen ist die Speiseröhre zu träge. Oft bleibt die genaue Ursache aber unklar. [2]

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Ist Übergewicht ein Risikofaktor für Sodbrennen?

Schon länger vermuten Forscher:innen, dass Übergewicht, genau wie Rauchen und Alkohol, den Magenverschluss beeinträchtigen und damit Sodbrennen begünstigen könnte. Die Vermutung ist, dass Fettdepots am Bauch und rund um die Organe den Druck auf den Magen erhöhen und dadurch den Verschlussmechanismus schwächen.

Die Deutsche Fachgesellschaft für Gastroenterologie unterstützt diesen Ansatz und geht derzeit davon aus, dass ein erhöhtes Gewicht die Entstehung einer GERD und damit auch Sodbrennen begünstigt [3]. Aktuelle Studien aus Skandinavien legen außerdem nahe, dass eine Gewichtsabnahme die Symptome lindert und dabei gilt: Je mehr Gewicht Betroffene abnehmen, desto weniger Sodbrennen haben sie [4].

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Was hilft gegen Sodbrennen?

Am effektivsten ist es natürlich, die Ursache des Sodbrennens zu beseitigen und die Beschwerden erst gar nicht entstehen zu lassen. Dafür gibt es eine ganze Reihe an wirksamen Maßnahmen: [3,5]

Gewichtsreduktion:
Indem Menschen mit Übergewicht abnehmen, reduzieren sie den Druck auf den Magen und beugen damit Sodbrennen vor.

Unverträgliche Speisen meiden:
Oft sind es ganz bestimmte Speisen oder Getränke, die das Sodbrennen auslösen. Hier gibt es keine allgemein gültigen Vorgaben. Ein Ernährungstagebuch kann Aufschluss geben, welche Nahrungsmittel Probleme bereiten. Wer Essen, das den Magen irritiert, meidet, leidet oft weniger unter Sodbrennen.

Leicht verdaulich essen:
Manche Patient:innen berichte, dass Lebensmittel wie Kartoffeln, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Haferflocken, mageres Fleisch, säurearmes Gemüse (Zucchini, Karotten, Kürbis, Pastinaken, Brokkoli) und säurearmes Obst (Bananen, Weintrauben, Birne, Apfel) gut vertragen werden. Alkohol, Kaffee, Frittiertes, kohlensäurehaltige Getränke, sowie sehr fett- und zuckerreiche Speisen verschlechtern bei jedoch die Symptome bei manchen Patient:innen. 

Hausmittel nutzen:
Frischer Ingwer, Kamillen- und Fencheltee, die auch bei anderen Verdauungsbeschwerden helfen, können in manchen Fällen die Symptome lindern. 

Mehrere, kleine Mahlzeiten essen:
Zwar kann Sodbrennen auch nach kleineren Mahlzeiten auftreten. Besonders große und reichhaltige Mahlzeiten begünstigen den Reflux aber.

Späte Mahlzeiten vermeiden:
Ist die letzte Mahlzeit beim Schlafen gehen noch nicht verdaut, drückt sie im Liegen gegen den Magenpförtner und kann Sodbrennen verursachen.

Entspannungsübungen:
Stress kann zu Verdauungsbeschwerden führen und daher auch die Entstehung von Sodbrennen begünstigen. Atemtechniken, Yoga oder Meditationsübungen können helfen wieder mehr Ruhe in den Bauch zu bekommen. 

Schlafen mit erhöhtem Oberkörper:
Indem du mit erhöhtem Oberkörper schläfst, erleichterst du die Arbeit des Magenpförtners und der Mageninhalt gelangt nicht so leicht zurück in die Speiseröhre.

Zwerchfelltraining:
Indem du gezielt die Bauchatmung übst, kannst du dein Zwerchfell trainieren, wodurch es den Magenverschluss besser unterstützen kann.

Medikamente prüfen:
Es gibt Medikamente, die das Auftreten von Sodbrennen begünstigen. Sprich mit deinen Ärzt:innen darüber, ob du solche Wirkstoffe einnimmst und ob es Alternativen gibt.

Medikamente gegen Sodbrennen

Häufiges Sodbrennen im Rahmen einer GERD kann zu einer Entzündung der Speiseröhre führen und erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Sorgen die oben genannten Maßnahmen nicht für eine merkliche Besserung, kann dein:e Ärzt:in dir Medikamente gegen Sodbrennen verschreiben. [1]

In den meisten Fällen kommen hier sogenannte Protonenpumpeninhibitoren, kurz PPI, zum Einsatz. Sie hemmen die Produktion von Magensäure. Dadurch sind die Verdauungssäfte im Magen nicht mehr so ätzend und greifen die Speiseröhre weniger stark an. Die Medikation sorgt bei 70 Prozent aller Patient:innen für eine deutliche Besserung der Symptome. Helfen sie nicht, kommen weitere Wirkstoffe oder eine spezielle Operation in Frage. [5]

Quellen

[1] Deutsches Ärzteblatt 2002; 99: A 2941–2946 [Heft 44] https://www.aerzteblatt.de

[2] https://www.gesundheitsinformation.de

[3] https://www.dgvs.de/wp-content

[4] Kaltenbach T, Crockett S, Gerson LB. Are Lifestyle Measures Effective in Patients With Gastroesophageal Reflux Disease? Archives of Internal Medicine 2006;166:965. 

[5] Labenz, J., Borkenstein, DP., Müller, M. et al. Gastroösophageale Refluxkrankheit – Update 2021. Internist 61, 1249–1263 (2020).

Ness-Jensen E, Hveem K, El-Serag H, et al. Lifestyle Intervention in Gastroesophageal Reflux Disease. Clinical Gastroenterology and Hepatology 2016;14:175-182.e3.

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