Bauchumfang messen: So geht’s richtig

Zur Diagnose von Übergewicht und Adipositas ist der BMI nach wie vor das Mittel der Wahl. Seit einigen Jahren rückt aber auch vermehrt der Bauchumfang ins Auge von Ärzt:innen und Ernährungsberater:innen. So misst du den Bauchumfang richtig.

Inhalte

So misst du deinen Bauchumfang

Zum Messen deines Bauchumfangs brauchst du lediglich ein flexibles Maßband. Du kannst die Messung problemlos selbst durchführen. Dann nutzt du am besten einen Spiegel, um sicherzustellen, dass das Maßband gerade um deinen Bauch herumführt. Alternativ kannst du auch jemanden bitten, deinen Bauchumfang nach dieser Anleitung zu ermitteln [1]:

  1. Der beste Zeitpunkt um den Bauchumfang zu messen ist morgens direkt nach dem Aufstehen. Dann wird das Ergebnis noch nicht durch Essen und Trinken verfälscht.
  2. Für die Messung musst du dich nicht ausziehen. Lockere lediglich enge Gürtel oder Hosen, weil sie das Messergebnis beeinflussen können.
  3. Stelle dich gerade hin und verteile dein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine. Die Schultern und Arme hängen entspannt runter.
  4. Taste nun zuerst das untere Ende deiner Rippen und dann die oberste Spitze deines Hüftknochens.
  5. Lege das Maßband genau in der Mitte zwischen beiden Punkten an und führe es um deinen Körper herum.
  6. Ziehe das Maßband sanft straff, ohne dass es in die Haut einschneidet.
  7. Prüfe noch einmal, ob das Maßband wirklich überall waagerecht am Körper anliegt.
  8. Atme normal weiter und lese dein Messergebnis direkt nach dem Ausatmen ab.
Grafik Messpunkte Bauchumfang
Messpunkt Bauchumfang

Achtung! Viele Anleitungen zum Bauchumfang messen geben als Orientierungspunkt den Bauchnabel an. Dieser kann sich weiter nach unten verschieben, je mehr Fett im Bauchbereich eingelagert wird. Deshalb ist die hier beschriebene Methode zwar aufwendiger, dafür aber zuverlässiger. Misst du deinen Bauchumfang regelmäßig, bekommst du schnell ein Gefühl für die richtige Stelle und das Maß nehmen dauert nur noch wenige Augenblicke.

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Messergebnisse richtig einordnen

Um das Messergebnis für deinen Bauchumfang einzuordnen, vergleichst du es einfach mit den folgenden Werten [2]:

Bauchumfang bei Frauen:

  • Mehr als 80 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
  • Mehr als 88 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko

Bauchumfang bei Männern:

  • Mehr als 94 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
  • Mehr als 102 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko

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Darum reicht der BMI nicht aus

Wenn es um die Diagnose von Übergewicht und Adipositas geht, ist die Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI) das Mittel der Wahl. Leider weist er aber auch einige Schwachstellen auf, die wohlbekannt sind: Der BMI erfasst nur das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße und nicht die Körperzusammensetzung. Ein durchtrainierter Sportler kann aufgrund seiner ausgeprägten Muskelstatur mehr wiegen und somit einen BMI von über 25 erreichen, obwohl er kerngesund ist und kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Übergewicht hat.[2]

Gleichzeitig ist die Messung von Körpergröße und Gewicht sowie die anschließende Berechnung mit einem gewissen Aufwand verbunden. Zudem wird die Verteilung des Körperfetts beim BMI nicht beachtet. Dabei weisen mittlerweile unzählige Studien darauf hin, dass vor allem Fettspeicher am Bauch das Krankheitsrisiko im Rahmen eines Metabolischen Syndroms deutlich erhöhen.

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Fettverteilung deutet auf Krankheitsrisiko

Mediziner:innen sehen daher den Bauchumfang heute als wichtigstes Instrument, um Übergewicht im Allgemeinen und das sogenannte abdominale Übergewicht im Speziellen zu diagnostizieren. Damit ist gemeint, dass sich die Fettspeicher vor allem als viszerales Fett in der Bauchregion rund um die Organe befinden. In vielen Studien konnte nachgewiesen werden, dass diese Art der Fettverteilung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Komplikationen aufgrund von Übergewicht stark erhöht.[2]

In die gleiche Richtung zielt auch die Berechnung der Waist-Hip-Ratio (WHR), des Verhältnisses von Bauch- und Hüftumfang. Die WHR ist eine Messgröße für die Verteilung von Fettreserven am Körper. Gegenüber dem Bauchumfang stellen die nötigen zwei Messungen und die anschließende Berechnung einen größeren Aufwand dar und es können mehr Fehler und Ungenauigkeiten passieren. Deswegen ist es oft besser, nur den Bauchumfang zu messen.[3]

Bauchumfang messen statt Wiegen beim Abnehmen

Das Messen deines Bauchumfangs ist nicht nur ein nützliches Werkzeug zum Einordnen deiner Fettreserven und des daraus resultierenden Krankheitsrisikos. Du kannst damit auch hervorragend deine Erfolge beim Abnehmen und auf dem Weg zu einem aktiveren Lebensstil verfolgen. Gegenüber dem Wiegen mithilfe einer Waage hat das Messen des Bauchumfangs gleich mehrere Vorteile:

  • Weniger Schwankungen: Wassereinlagerungen und hormonelle Schwankungen können die Waage schnell nach oben ausschlagen lassen. Dein Bauchumfang ist stabiler und bringt dich dadurch nicht so schnell aus der Ruhe.
  • Direkte Erfolge: Nicht in erster Linie dein Gewicht, sondern vor allem das viszerale Fett kann dir gesundheitliche Probleme bereiten. Indem du den Bauchumfang misst, siehst du direkt, wie sich dein Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Schlaganfälle reduziert.
  • Bequem: Um deinen Bauchumfang zu messen, musst du dich nicht ausziehen. Dadurch ist der Check schnell erledigt.

Häufig gestellte Fragen

Wie messe ich meinen Bauchumfang?

Den Bauchumfang misst du, indem du ein Maßband in der Mitte zwischen der untersten Rippe und dem obersten Punkt des Hüftknochens anlegst. Achte dabei darauf, dass das Band gerade um den Bauch verläuft und straff anliegt, ohne die Haut einzuschneiden. Schaue dazu auch auf unsere Grafik.

Ist Taillenumfang und Bauchumfang das Gleiche?

dich immer an der Mitte zwischen unterem Ansatz des Brustkorbs und der oberen Spitze des Hüftknochens orientierst. Der Bauchnabel ist leider zu ungenau als Messhilfe.

Wann messe ich den Bauchumfang am besten?

Deinen Bauchumfang misst du am besten morgens direkt nach dem Aufstehen. So können Essen und Getränke im Magen-Darm-Trakt das Ergebnis nicht verfälschen. Lies das Messband außerdem direkt nach dem Ausatmen ab, damit deine Atmung ebenfalls keinen Einfluss hat.

Quellen

[1] Schwarz, P. Diabetesscreening und -vorsorge. Internist 56, 1124–1133 (2015). https://link.springer.com/

[2] Graf, C. Adipositas. CME 8, 7–14 (2011). https://link.springer.com/

[3] Sebo, P., Beer-Borst, S., Haller, D., & Bovier, P. (2008). Zuverlässigkeit anthropometrischer Messungen in der Hausarztmedizin. PrimaryCare, 8(18). https://web.archive.org

Holzgreve, H. Liste von Risikofaktoren oder eigenständiges Krankheitsbild?. MMW – Fortschritte der Medizin 150, 47–48 (2008). https://link.springer.com/

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