Das Magenband (Gastric Banding)

Wenn alle Maßnahmen zur Gewichtsreduktion nicht helfen, entscheiden sich Menschen mit Adipositas manchmal für ein Magenband. Die operative Methode soll dabei helfen, Gewicht zu verlieren, indem das Sättigungsgefühl schneller eintritt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Magenband und wann hilft es?

Eine Ernährungsberatung und -umstellung sowie regelmäßige Bewegung gehören zur klassischen Adipositastherapie. Doch manchmal gelingt es nicht, Gewicht zu verlieren. Ein operativer Eingriff kann dann Hoffnung auf Besserung bieten. Zu den angewandten OP-Methoden gehört unter anderem das Magenband (Gastric Banding). 

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Ein Magenband soll dazu beitragen, das Sättigungsgefühl schneller eintreten zu lassen und das Hungergefühl so besser zu regulieren. Hierfür wird üblicherweise ein elastischer Schlauch aus Silikon verwendet, welcher den Magen „einschnürt“ bzw. verengt [1]. Durch das Umschlingen deines oberen Magenbereichs bildet sich ein kleiner Vormagen (Pouche), der nur noch 20 bis 30 Milliliter fasst. Wenn du isst, füllt sich dieser und deinem Gehirn wird signalisiert, dass du satt bist. 

Um den Durchmesser deines Magenbandes besser bestimmen und einstellen zu können, hilft ein sogenannter Port. Er wird unter der Bauchhaut angelegt. Über diesen kann dein Behandlungsteam dem Schlauch Flüssigkeit zuführen oder entnehmen. Je mehr Flüssigkeit sich darin befindet, desto kleiner fällt das Magenvolumen aus.

Grafische Abbildung des Magen-Darm-Trakts
Grafik Magenband

Möchtest du dich auch über andere Verfahren informieren? Lies unsere Artikel:

Wie schnell und wie viel nimmt man durch ein Magenband ab?

Nach dem Eingriff solltest du beachten, dass Schnelligkeit und Umfang des Gewichtsverlusts von Fall zu Fall variieren. Unsere Körper und die individuellen Ernährungsweisen unterscheiden sich. Grundsätzlich kann sich dein Gewicht im ersten Jahr nach dem Eingriff um etwa 10 Prozent reduzieren und auch Reduktionen um bis zu 25 Prozent sind möglich.

Grundsätzlich ist es so, dass das Magenband – im direkten Vergleich mit anderen Operationsmethoden, etwa einem Magenbypass oder einer Magenverkleinerung – weniger wirksam ist [1]. Durch die relativ hohe Rate von späteren Problemen bei geringerer Gewichtsreduktion wird das Einsetzen eines Magenbandes heute zunehmend seltener durchgeführt [3]. Eine ausführliche ärztliche Beratung wird deshalb dringend empfohlen, bevor du dich für eine Methode entscheidest.

Individuelle Adipositas-Therapie

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Voraussetzungen für eine Magenband-OP

Üblicherweise wird ein Magenband erst empfohlen, wenn es sich um Adipositas Grad 3 (Adipositas permagna) handelt. Dies entspricht einem BMI von über 40 kg/m². In jedem Fall ist es wichtig, dass alle anderen Methoden, die du bisher zur Gewichtsreduktion genutzt hast, nicht geholfen haben. Hier spricht man von der konservativen Adipositasbehandlung, dem MMK bei Adipositas. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann ein operativer Eingriff helfen. 

Ausnahme: In manchen Fällen, vor allem wenn andere Krankheiten wie Diabetes vorliegen, kann der Eingriff bereits bei einem kleineren BMI als 40 g/m² stattfinden. Wichtig: Dein Alter bei der OP sollte zwischen 18 und 65 Jahren liegen. Bist du jünger oder älter, entscheidet der Einzelfall.

In folgenden Fällen wird üblicherweise kein Magenband eingesetzt: 

  • während einer Schwangerschaft 
  • bei Patient:innen, die regelmäßig Blutverdünner nehmen
  • bei Patient:innen, die unter Magengeschwüren und Fehlbildungen leiden
  • bei Menschen mit (unbehandelter) Essstörung wie Bulimie 
  • bei Betroffenen, die unter einer Fettleber leiden 

So läuft der Eingriff ab 

Der Eingriff erfolgt laparoskopisch. Das bedeutet, dass meist nur kleine Schnitte notwendig sind und keine offene Operation stattfinden muss. Das Magenband wird im oberen Bereich deines Magens platziert und umschlingt diesen. Eine Magensonde mit Magenballon, welche dir über den Mund eingeführt wird, hilft bei der Bestimmung der Größe des Vormagens. Sobald der Sitz des Magenbandes stimmt, wird es fixiert. So entsteht der kleine Vormagen. Die gesamte Operation dauert bis zu 60 Minuten

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Wie ernähre ich mich nach einer Magenband-OP? 

Nachdem der Eingriff stattgefunden hat, solltest du beachten, dass sich die Kapazität deines Magens reduziert hat. Vor allem zu Beginn ist es wichtig, einige Ernährungsregeln zu beachten. In der Regel werden am Anfang flüssige Nahrungsmittel empfohlen, um den Magen nicht zu strapazieren. Nach wenigen Wochen ist es dann möglich, über breiige Kost auf Normalkost – je nachdem, wie du und dein Körper diese vertragen – umzusteigen. Du solltest dir angewöhnen, dein Essen sehr gut durchzukauen, bevor du es schluckst. Es kann etwas dauern, bis du dich daran gewöhnt hast. 

Was kostet das Magenband?

Für eine Magenband-OP gibt es grundsätzlich keinen fixen Preis. Denn die Kosten können sich von Patient:in zu Patient:in deutlich unterscheiden. Wichtige Einflussfaktoren sind zum Beispiel der Umfang der Operation, die individuellen Behandlungspreise der einzelnen Kliniken/Praxen und die Dauer eines stationären Aufenthaltes. Mit einem Preis von mindestens 5.000 Euro solltest du in jedem Fall rechnen. Die Kosten können, je nach Fall, auf bis zu 10.000 Euro steigen. 

Es lohnt sich oft, einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu stellen. Um die Sicherheit für eine Kostenübernahme zu erhöhen, sollten alle notwendigen Dokumente vorliegen, um die bestehende medizinische Notwendigkeit ärztlich zu bescheinigen. Sowohl gesetzliche als auch private Kassen kommen in der Regel für die Kosten auf, wenn die Bedingungen für eine Magenbandoperation erfüllt werden.

Magenband Spätfolgen und Risiken

Bei einer Magenband-OP bestehen die gängigen Operationsrisiken, die sich als Folge des Eingriffs bemerkbar machen können. Die Operation an sich gilt als die risikoärmste in der Adipositaschirurgie. Allerdings kommt es nach der Operation häufiger als bei den anderen Techniken zu Komplikationen. Aus diesem Grund ist manchmal ein Folgeeingriff notwendig, bei dem Patient:innen auf eine andere Methode umsteigen [2]. 

Folgende Risiken und Komplikationen können unter anderem auftreten: 

  • Verletzungen der Organe 
  • Infektionen; Entzündungen (selten auch an der Portkammer)
  • “Slipping” (das Magenband verrutscht oder verschiebt sich)
  • ein Leck (im Magenband oder im Portschlauch) 
  • Dehnung des Vormagen; Zunahme des Volumens 
  • Lockerung des Magenbandes 
  • Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
  • selten: Magenperforation (Magenband durchstößt Magenwand)

Wissenswertes zur Nachbehandlung 

In Absprache mit der Praxis oder Klinik finden nach einer Magenbandoperation regelmäßige Kontrollen statt. Eine Nachbehandlung kann vor allem bei Komplikationen notwendig werden, weshalb es wichtig ist, dass du die Termine wahrnimmst. Sollten Probleme auftreten, ist die gute Nachricht, dass die OP reversibel ist. Das bedeutet, dass der Eingriff rückgängig gemacht werden kann. Manchmal wird dies auch von Patient:innen gewünscht, wenn es nach der Operation nicht zur gewünschten Gewichtsabnahme kommt. 

Individuelle Adipositas-Therapie

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Was sollte ich außerdem beachten?

Ein operativer Eingriff bei bestehender Adipositas ist grundsätzlich eine große Entscheidung, die mit einigen Veränderungen einhergeht. Wenn du darüber nachdenkst, dir ein Magenband einsetzen zu lassen, solltest du dir deshalb medizinischen Rat holen und dich fachkundig beraten lassen. Wenn du dich in Psychotherapie befindest, kannst du deine Entscheidung auch in diesem Rahmen besprechen. Berücksichtige, dass es möglich ist, dass die Gewichtsabnahme nicht so verläuft, wie du es dir wünschst. Auch in solchen Fällen ist es wichtig, sich über das weitere Vorgehen und Alternativen beraten zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Magenband? 

Wenn eine konservative Adipositasbehandlung nicht hilft, kann ein Magenband eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine operative Methode, die den Magen in zwei Teile teilt. Das Füllvolumen des Magens soll hierdurch verkleinert werden und das Sättigungsgefühl schneller eintreten.

Wie gefährlich ist ein Magenband?

Während der Magenband-OP können herkömmliche Operationsrisiken nicht ganz ausgeschlossen werden. Dazu gehören beispielsweise Organverletzungen oder Infektionen. Das Einsetzen des Magenbands an sich gilt als die risikoärmste unter den bariatrischen OP-Möglichkeiten. Allerdings gibt es eine relativ hohe Rate an späteren Problemen, zu denen unter anderem die Magenbandverschiebung gehört. 

Wie viel kostet ein Magenband?

Die Kosten für ein Magenband variieren: Während einige Patient:innen um die 5.000 Euro zahlen, können es in anderen Fällen bis zu 10.000 Euro werden. Der Preis hängt unter anderem vom Operationsumfang und beispielsweise dem Aufenthalt in der Klinik ab. Wenn alle Voraussetzungen für ein Magenband erfüllt sind, kann auch ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden.

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